24. Deuzer Pfingstlauf

Hach ja, gerade gestern ist der Pfingstlauf zu Ende gegangen… oder sind es vielleicht doch schon wieder 26 Tage? Aber ganz nach dem Motto „Besser spät als nie“, hier nun ein kleiner Bericht.

Wie in den letzten Beiträgen beschrieben, war ich sehr gut vorbereitet und guter Dinge, meinen 2011er-Rekord von 1:14:22 h auf der knapp 15 Kilometer langen Strecke anzugreifen. Unter 5 Minuten pro Kilometer zu bleiben war also das Ziel. Es durfte nur nicht zu warm werden, denn bei höheren Temperaturen würde ich schon ordentlich kämpfen müssen, um den Schnitt halten zu können.

Das Problem hatte sich aber bereits am Tag davor erledigt. Temperaturen von unter 10 Grad, Nebel und Regen ließen die Freude auf ein schönes Rennen eher der Angst weichen, unterwegs an Erfrierungen zu sterben. 😉 Es bestand aber noch ein Funke Hoffnung, denn für Samstag Nachmittag waren 15 Grad angekündigt. Ausnahmsweise sollte der Wetterbericht recht haben und obwohl der Morgen zunächst genauso trüb und nass wie der Tag davor begann, wurden die Wolken gegen Mittag lichter und die Sonne machte sich breit. Durch die noch reichlich vorhandenen Wolken stellte sich auch keine Bullenhitze ein, sondern die Laufbedingungen blieben ideal.

Diese Bedingungen sollten mir im Verlauf des Rennens dann auch Flügel bereiten. Mit einer Zeit von 4:40 min/km auf den ersten beiden Kilometern hatte ich schon eine ordentliche Geschwindigkeit vorgelegt und auch trotz zweier Anstiege auf den nächsten 3 Kilometern blieb ich immer unter 5 Minuten. Zudem konnte ich mit meiner ausgesuchten Referenzperson, die ich hoffte schlagen zu können, mithalten, beziehungsweise sie sogar kurz hinter mir halten.

Auf den darauf folgenden 4 Kilometern folgten dann die schwierigsten Stellen. Zum Einen die „Deuzer Wand“ mit einer ähnlichen Steigung wie die „Salchendorfer Wand“ und zum Anderen ein weiterer langgezogener Anstieg von 2 Kilometern bis zum höchsten Punkt bei Kilometer 9. Obwohl ich meine Zielperson beim langgezogenen Anstieg langsam ziehen lassen musste, lag ich nur zweimal über der 5 min/km-Marke. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag somit am höchsten Punkt bei 4:52 min/km. Wenn ich auf der folgenden Bergabstrecke keinen Unfall mehr bauen würde, sah alles nach einem neuen Rekord aus.

Ich nahm also die Beine in die Hand und ließ mich bergab treiben. Dabei versuchte ich auch noch eine Gruppe Läufer wieder einzuholen, aber das gelang mir auf dem 4 Kilometer langen Abstieg nur zentimeterweise, so dass ich mich nicht mehr in den Windschatten klemmen konnte. Als es dann abschließend auf die letzten beiden Kilometer ging, brach die Gruppe aber sowieso auseinander und keiner der übrigen Läufer lief „mein“ Tempo. Also lief ich auch noch den Rest der Strecke für mich alleine.

Im Ziel konnte ich durch den prima Schnitt von 4:23 min/km auf dem zweiten Teil der Strecke den Gesamtschnitt noch auf 4:41 min/km drücken, so dass im Endeffekt eine fantastische Zeit von 1:09:36 h für mich in die Geschichtsbücher eingeht. Das ist fast 5 Minuten schneller als mein bisheriger Rekord und sogar 10 Minuten schneller als letztes Jahr. Das allerbeste ist aber, dass ich im Gegensatz zu sonst, wo ich immer vorletzter in meiner Altersgruppe werde, dieses mal sogar LETZTER bin!!!!!1elf 😀

Langsam entwickelt sich mein Kampf um eine bessere Platzierung in der Altersgruppe also wirklich zu einem Running Gag. Macht aber nix. Denn eine Steigerung von Platz 122 bei 216 Teilnehmern (davon 44% hinter mir) auf Platz 82 von 203 (60%) gegenüber 2011 lässt sich eben nicht durch eine gesunkene Teilnehmerzahl erklären, sondern durch pure Geschwindigkeit! 😎

Hoehenprofil (Meter)
Geschwindigkeit (min/km)
Herzfrequenz (BPM)

Dieser Beitrag wurde unter Ausdauer Cup, Laufen, Sport, Wettkampf veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar