5. Mudersbacher Giebelwaldlauf

Bevor morgen schon wieder der nächste Lauf im Ausdauercup ansteht, will ich doch noch kurz über den letzten Lauf berichten, dem Mudersbacher Giebelwaldlauf. Im Gegensatz zum flachen Molzbergstadionlauf 8 Tage davor, geht es hier auf den knapp 10 Kilometern ordentlich auf und ab. Naja, eigentlich geht es fast durchgehend 6 Kilometer den Berg steil hinauf, bevor es nach einem kurzen Flachstück 3 Kilometer lang in mörderischem Tempo noch steiler wieder bergab geht.

Das hat zur Folge, dass die Durchschnittszeiten hier in etwa so langsam sind wie beim Halbmarathon in Salchendorf, dessen Höhenprofil ja auch nicht das einfachste ist. Ich war aber gut vorbereitet und guter Dinge, meine 2011er Zeit von 47:32,14 min zu unterbieten. Das Wetter war mit etwa 20 Grad ganz brauchbar, denn ein ordentlicher Wind und viel Wolken verhinderten, dass es zu heiß wurde. Nur am Start war der Himmel noch etwas klarer und deshalb kühlte ich mich noch mit etwas Wasser aus dem Bach nahe der Startlinie.

Für den Anstieg hatte ich mir die Durchschnittszeiten der einzelnen Kilometer aus 2011 gemerkt, um auch ja die Zielzeit im Auge behalten zu können. Zwei Faktoren hielten mich aber davon ab, ein gutes Gefühl zu entwickeln. Zum Einen bin ich zu weit im Pulk gestartet, so dass ich auf dem ersten Kilometer nicht mein Tempo gehen konnte und ordentlich Slalom laufen musste. Zum Anderen merkte ich nach dem nächsten Kilometer, dass ich irgendwie nicht an die Wunschzeit heran kam, obwohl ich alles gab. Ich hatte sogar das Gefühl, als ob ich gleich rückwärts den Berg wieder hinunterrollen würde.

Das führte dazu, dass ich zwar nicht wirklich aufgab, aber nur noch mein Tempo durchlief, ohne großartig noch auf die Uhr zu schauen, oder groß herumzurechnen. Denn ich wusste ja, dass ich es nicht mehr packen würde. Um so größer war natürlich die Überraschung, als ich im Ziel plötzlich eine Zeit von 47:04 min vorweisen konnte, also knapp 30 Sekunden schneller war als meine bisherige Bestzeit. Und dort im Ziel wurde mir dann auch klar, warum ich mit meinen Durchschnittszeiten so durcheinander gekommen war. Meine Forerunner 305 zeigt nur etwa 9,5 Kilometer Laufstrecke an, was den Schnitt natürlich nach oben trieb und mich ordentlich verwirrt hatte!

Erst am Computer zu Hause wurde mir das ganze Desaster präsentiert. Direkt auf den ersten beiden Kilometern hatte sich meine GPS-Uhr im dichten Giebelwald „verirrt“ und mehr als 100 Meter zu wenig angezeigt. Dadurch war mein Durchschnitt wesentlich höher als gedacht und ich hatte immer mehr Gas gegeben. In Wirklichkeit lag ich nämlich am höchsten Punkt sogar fast 1 Minute unter meiner alten Bestzeit. Auf dem Rückweg zur Ziellinie hatte ich dann aber offensichtlich nicht mehr genug Energie um diesen Vorsprung zu halten.

Am Ende ist also doch noch alles gut geworden. Ich bin zwar mit einem bescheidenen Gefühl den Lauf durchgelaufen, nur um am Ende doch noch alles Positiv zu sehen. Das war zwar toll, aber in Zukunft möchte ich meinen Läufe doch lieber direkt mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen. 😀

Eine Notiz am Rande noch: Diesmal bin ich endlich wieder Vorletzter in meiner Altersklasse geworden! Mein direkter Gegner in der Cupwertung ist aber trotzdem wieder vor mir gelandet. Ich habe langsam das Gefühl, dass ich ihn nur noch schlagen kann, wenn er ein paar Läufe aussetzen würde…

Noch eine Notiz: Ich habe den korrigierten Streckenverlauf hochgeladen. Der ist zwar vor Kilometer 4 immer noch weit daneben, aber die Abweichung hat auf die Gesamtstrecke keine Auswirkung.

Hoehenprofil (Meter)
Geschwindigkeit (min/km)
Herzfrequenz (BPM)

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